Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Geht wirklich alles, was geht? Vorgeburtliche Diagnostik

Vortrag und Gespräch

K-18-1-1309

DO 05.07.18, 19:00 – 21:00 Uhr

Claudia Heinkel, PUA-Fachstelle für Information, Aufklärung Beratung zu Pränataldiagnostik und Reproduktionsmedizin

Stadtmuseum im Wilhelmspalais

Eintritt frei

Jedes Paar, das heute in Deutschland ein Kind erwartet, ist mit einer Vielzahl von Untersuchungsangeboten konfrontiert. Es muss permanent Entscheidungen darüber treffen, was es über sein Kind wissen will und was nicht. Jedes Kind, das auf die Welt kommt, ist von Anfang an einem bewertenden Blick ausgesetzt, und vielfach durchleuchtet und vermessen worden. Vorgeburtliche Diagnostik ist inzwischen nicht nur Normalität, sondern fast schon zur Norm geworden für alle Eltern. Mit ihr verbindet sich die Hoffnung und die Erwartung, dass sie bestätigt: “Es ist alles in Ordnung mit Ihrem Kind!” Vorgeburtliche Untersuchungen können jedoch früh schon die “gute Hoffnung” stören oder regelrecht zerstören, wenn sich die Hinweise über eine Behinderung oder eine chronische Erkrankung des ungeborenen Kindes bewahrheiten. Weil es in der Regel keine Therapie für die diagnostizierten Behinderungen oder Krankheiten gibt, sehen sich die Eltern vor außerordentlich konfliktreiche Entscheidungen für oder gegen ihr erwünschtes Kind gestellt, die sie nie treffen wollten. Der Vortrag informiert über die zwiespältigen Seiten der medizinischen Angebote am Lebensanfang und fragt nach deren Folgen für das einzelne Paar wie auch für uns als Gesellschaft. Er diskutiert die mit diesem Angebot verbundenen ethischen Fragen und gibt einen Einblick in die Erfahrungen der Beratungspraxis. Im Anschluss an den Vortrag wird es einen Austausch mit weiterem Fachpersonal aus Beratungsstellen und der medizinischen Praxis geben.

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