Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Künstlerinnen aus dem Ländle: Louise Duttenhofer und Ludovike Simanowiz

Allgemeinbildungskurs in Stuttgart-Sillenbuch

K-18-1-2301

MO 08.01.18 – MO 05.02.18

MO 08.01. | 15.01. | 22.01. | 29.01. | 05.02.18, jeweils 18:00 – 19:30 Uhr

Ulla Groha, Kunsthistorikerin, Museumspädagogin

Gemeindehaus St. Michael, Kleinhohenheimer Str. 15

30,00 €

Ludovike Simanowiz und Luise Duttenhofer sind Künstlerinnen aus dem Remstal, die an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert ungewöhnliche Lebenswege gingen und somit in ihrer Zeit eine besondere Rolle unter den Kunst schaffenden Frauen einnahmen. Denn trotz der Schwierigkeiten, auf die Frauen damals stießen, wenn sie sich professionell künstlerisch betätigen wollten, versuchten beide im Rahmen des möglichen ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Während die 1759 in Schorndorf zur Welt gekommene Ludovike Simanowiz geb. Reichenbach sogar mehrfach alleine nach Paris reiste, um sich an den neuesten künstlerischen Strömungen zu orientieren, unternahm Luise Duttenhofer geb. Hummel, die 1776 in Waiblingen das Licht der Welt erblickte, mit ihrem Mann eine ausgedehnte Romreise um die antike und italienische Kunst zu studieren. Doch beide erlebten auch die Grenzen ihrer künstlerischen Entwicklung. Simanowiz war durch die frühe Invalidität ihres Mannes gezwungen, die Kunst mittels Porträtaufträge als reinen Broterwerb auszuüben, und Duttenhofer musste sich früh auf die Technik des Scherenschnittes beschränken, da ihr eine malerische Ausbildung versagt blieb. Doch mit dieser, meist von Dilettantinnen praktizierten Technik, schuf sie mitunter Arbeiten, die ihren Sinn für Witz, ihr Gespür für Komik und ihren Mut zur Satire belegen.

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