Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Streit um Abraham

Was Juden, Christen und Muslime eint und trennt

K-18-1-2101

MI 10.01.18, 16:00 – 18:00 Uhr

Thomas Gutknecht, Dipl. Theologe, Philosophischer Praktiker

Hegel-Haus, Eberhardstr. 53

8,00 €

Philo Hegelhaus_0118 Streit um Abraham

Seit Jahren hat Abraham in der allgemeinen Wahrnehmung bis in die Schulpädagogik hinein Konjunktur. Judentum, Christentum und Islam verstehen sich als abrahamitische Religionen. Hilft Abraham der interreligiösen Verständigung? Abraham ist wohl das, was wir aus ihm machen, und daher Segen oder Fluch.

Man kann die Opfergeschichte verstehen und gebrauchen als Absage an Kindesopfer und Selbstaufopferung – das wäre ein “Segen Abrahams”. Oder man kann diese Erzählung missverstehen und missbrauchen als Legitimation und Verherrlichung von Menschenopfern und Märtyrertum – das ist der sehr reelle “Fluch Abrahams”. Unter Berufung auf den Erzvater kann es Krieg zwischen den Religionen geben (und so prallten die drei Religionen je im Namen Gottes und nach dem Vorbild “ihres Abrahams” oft genug schon aufeinander zur “Bluternte”). Oder aber man setzt auf den Dialog wie etwa Karl-Josef Kuschel, der Abraham den kostbarsten Schatz unserer gemeinsamen Religionsgeschichte nennt. Was aber bleibt dann von Abraham in der Sicht der jeweils andern?

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