Katholisches Bildungswerk Stuttgart

"Wir wollen streiten, nicht hassen" (Angela Merkel)

Philosophie im Hegelhaus

K-17-1-2115

MI 19.07.17, 16:00 – 18:00 Uhr

Thomas Gutknecht, Dipl. Theologe, Philosophischer Praktiker

Hegel-Haus, Eberhardstraße 53

8,00 €

In einer vielgelesenen deutschen Wochenzeitung gibt es die Rubrik “Worte der Woche”. Dort wurde die Bundeskanzlerin nach ihrer erneuten Kandidatur zitiert mit einem kurzen Satz, den sie im Blick auf den schwierigen Wahlkampf, der ihr bevorsteht, geäußert hat: “Wir wollen streiten, nicht hassen.”

In der Tat, der Hass gehört nicht zwischen Menschen, auch wenn sie sich heftig auseinandersetzen, sowenig allerdings nun auch die Liebe nach Hannah Arendt nicht an den Verhandlungstisch gehört. Zur Verhandlung stehen Sachen und Angelegenheiten, Einschätzungen und Zielvorstellungen. Dafür steht der schöne Begriff “Streitkultur”.

Doch was, wenn sich Gefühle vor die Argumente stellen und Stimmungen den Sachstreit erschweren? Karl Jaspers spricht von liebendem Kampf in der Begegnung. Begegnen heißt einerseits Zusammentreffen, das ist der Anfang der Anerkennung des Anderen; begegnen heißt aber auch, zumal wenn es gefordert scheint, dem Gegenüber entgegentreten. Das ist mit der Einladung zum Streiten gemeint: miteinander um den rechten Weg und vor allem das richtige Ziel ringen – im Kleinen des Alltags wie in der großen Politik. Aber wie? Lernen wir aus der Ideengeschichte der Streitkultur, um das rechte Maß zu finden in der heute so erregten sprachverwirrten Gesellschaft.

© Katholisches Bildungswerk e. V., Stuttgart | Impressum & Datenschutz | info@kbw-stuttgart.de