Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Friedrich Nietzsche: Zur Genealogie der Moral

Lektürekreis Philosophie

K-17-1-2123B

MI 21.06.17 – MI 12.07.17

MI 21.06. | 28.06. | 05.07. | 12.07.17, jeweils 09:30 – 11:30 Uhr

Thomas Gutknecht, Dipl. Theologe, Philosophischer Praktiker

Haus der katholischen Kirche

69,00 €

Die Streitschrift Nietzsches zur Genealogie der Moral gehört zu den einflussreichsten seiner Abhandlungen. Er versucht, die psychologischen Grundlagen von moralischen Einstellungen zu ermitteln und kommt zu der kühnen These, die spezielle Moral der jüdisch-christlichen Tradition habe den modernen Nihilismus “verschuldet” und eine Umwertung der (ursprünglichen) Werte bewirkt. Damit sei das “Giftauge des Ressentiments” zur Macht gekommen sei. Für ihn reimt sich Christ und Nihilist nicht nur, beides stehe in innerster Verbindung. Sie kommt zum Ausdruck im “Tod Gottes”.

Besonders aktuell ist Nietzsches Theorie des Ressentiments, die in diesem Text entfaltet wird: das Ressentiment, dem das Gefühl zugrunde liegt, zu kurz gekommen zu sein und sich nun “rächen” zu wollen, zeigt sich im abwertenden Moralisieren. Den lebensbejahenden Naturen wird ein schlechtes Gewissen gemacht. “Das Christentum gab dem Eros Gift zu trinken – er starb zwar nicht daran, aber entartete, zum Laster”, heißt es schon in “Jenseits von Gut und Böse”. Was meint der streitbare Nietzsche – und wie ist ihm zu begegnen?

Information und Anmeldung: Logos-Institut Thomas Gutknecht Fichtenweg 8, 72805 Lichtenstein, 0 71 22/4 84 oder 01 71/8 51 77 28 gutknecht@praxis-logos.de

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